Kapselfibrose (verhärtende Kapselbildung)

Eine sogenannte Kapselfibrose ist die häufigste Komplikation einer Brustvergrößerung mit Brustimplantaten. Bislang ist es nicht gelungen, der Kapselfibrose eine eindeutige Ursache zuzuordnen. Folgende Faktoren werden mit der Kapselfibrose in Zusammenhang gebracht:

 

  • Silikonaustritt durch die Hülle der Brustimplantate
  • Eine genetische Neigung zur Ausbildung der Kapselfibrose
  • Fremdkörperreaktion
  • Autoimmunstörungen des Bindegewebes
  • Blutergüsse
  • Infektion oder Kontamination mit Bakterien ohne sichtbare Infektion
  • Beschaffenheit der Oberfläche der Implantate

 

In der Regel ist diese Kapsel zart und weich. Verdickt, verhärtet und schrumpft die Kapsel, führt das im ungünstigen Fall dazu, dass es schmerzt, dass sich das Implantat verlagert oder sich die Brust verformt und einzieht. Dann liegt eine sogenannte Kapselfibrose vor. Sie entsteht nach unterschiedlich langer Zeit und kann mehr oder weniger stark ausgeprägt sein.

Frauen, die eine Strahlenbehandlung erhalten haben, haben ein erhöhtes Risiko für eine Kapselfibrose. Nur bei wenigen Frauen prägt sich die Kapselfibrose so schwerwiegend aus, dass das Brustimplantat entfernt oder ausgetauscht werden muss. Nach einer Korrektur kann erneut eine Kapselverhärtung auftreten. In manchen Fällen empfiehlt der Arzt, das Implantat ersatzlos zu entfernen. Dank moderner Implantate mit verbesserten Eigenschaften der Silikonhülle tritt die Kapselfibrose jedoch immer seltener auf.